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Digital Content

TikTok & Clubhouse – So bringen Sie Ihre Content-Strategie auf ein neues Level

Eine gute Content Strategie trägt maßgeblich dazu bei, ob sich ein Unternehmen in der Gesellschaft oder in seinem ausgewählten Kundenkreis etablieren kann – oder nicht. Das wussten Sie bereits? Dann zeigen wir Ihnen nun, welche Möglichkeiten es gibt, Ihrer bestehenden Content Strategie durch neuere Plattformen wie TikTok und Clubhouse frischen Aufwind zu verleihen.

Wer sind die „Newcomer“?

Etablierte Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, LinkedIn oder Twitter, die bereits einen zentralen Platz in der Content Strategie vieler Unternehmen einnehmen, bekommen durch die Schnelllebigkeit der digitalen Welt und das Auftreten neuer, moderner Plattformen immer mehr Konkurrenz. Ganz vorne dabei ist die Social Media App TikTok. Bei den unter 18-Jährigen schaffte es die Videoplattform heuer laut Jugend-Internet-Monitor von Saferinternet.at sogar auf den fünften Platz und das noch vor dem Social Media Giganten Facebook. Ganz im Trend liegt auch die neuere audio-basierte Social Media App „Clubhouse“, die zuletzt in aller Munde war. Auch immer mehr Unternehmen sind dort mit spannenden Talks vertreten, wie ein Blick in die App zeigt. Was die beiden Newcomer im Detail können, sehen wir uns jetzt näher an:

  • TikTok
    Die Nachfolge-App der vor einigen Jahren beliebten Applikation „musical.ly“ ist eine der schnellsten wachsenden Social Media Plattformen weltweit. Laut dem österreichischen Jugend-Internet-Monitor 2021 nutzen mittlerweile 57 Prozent der 11- bis 17-jährigen das Kurzvideo-Portal – das bedeutet eine 15-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der Großteil der TikTok Nutzerinnen und Nutzer gehört jedoch der Generation Z an und ist deshalb hauptsächlich für Unternehmen interessant, die eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollen.
  • Clubhouse
    Die App ist neu und trendy und auch immer mehr bekannte Persönlichkeiten finden Gefallen an der Plattform. Zu bedenken ist neben der derzeit noch begrenzten Verfügbarkeit ausschließlich für iOS-Smartphones, dass die App nicht frei zugänglich ist, sondern ein Beitritt erst durch eine Einladung eines bereits bestehenden Nutzers möglich wird. Die Exklusivität der Community macht Clubhouse interessanter und intimer, jedoch ist die Zielgruppe für Unternehmen dadurch begrenzt. Die App setzt im Gegensatz zu den meisten anderen Social Media Kanälen außerdem nicht auf visuellen, sondern auf Audio-Content.

Worauf kommt es beim TikTok-Marketing an?

Da bislang erst wenige Firmen TikTok als Marketing-Plattform nutzen, ist die Werbeflut noch überschaubar und die Community empfänglicher für Unternehmens-Content. Außerdem ist nicht die Zahl der Followerinnen oder Follower eines Accounts, sondern die Menge an Interaktionen in der ersten Stunde entscheidend dafür, wie gut oder schlecht ein Beitrag gereiht wird. So ist es möglich, dass ein Video eines noch gänzlich unbekannten Accounts „viral geht“.

Humor und Empathie, genauso wie „Challenges“, also Inhalte zum Mitmachen und Teilen, kommen bei den Userinnen und Usern besonders gut an. Es geht außerdem nicht unbedingt um Perfektion: Der Kreativität sind auf dieser Social Media App kaum Grenzen gesetzt und diese wird von den Userinnen und Usern besonders honoriert, wenn man einen Blick auf die viral gehenden Beiträge wirft. Ein Grund mehr für den Hype um die Video-Spielwiese.

Mehr TikTok: Welche Werbeformate gibt es?

Bis Anfang Juli vergangenen Jahres waren in Österreich „normale“ Beiträge, also welche die nur organisch Reichweite aufbauen konnten, die einzige Möglichkeit auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen – offizielle Werbeformate gab es nicht. Mitte des vergangenen Jahres 2020 gingen die ersten Ad-Optionen für die Schweiz und Österreich online. „Top View“ und „Top View Lite“ sind zwei der neuen Formate. In beiden Fällen startet die Werbung im Vollbildmodus, direkt beim Öffnen von TikTok. Der Unterschied ist neben dem Preis, dass die Videos bei der Lite-Variante kürzer sind und ohne Ton starten. Die Aufmerksamkeit ist daher geringer. Das Erscheinungsbild beider Varianten ähnelt einer Story-Ad bei Instagram.

Eine andere Möglichkeit sind die von anderen Social Media Plattformen bekannten „In-Feed Video Ads“, die weniger prominent, dafür kostengünstiger sind. Der größte Unterschied und Nachteil dieser Werbeformate zu jenen auf anderen Kanälen ist jedoch, dass in Österreich der TikTok Ads Manager, ähnlich dem Facebook Business Manager, noch nicht zur Verfügung steht. Sowohl Unternehmens-Profil, als auch sämtliche Werbeanzeigen laufen vergleichsmäßig zeitaufwändig über das Agency Team der Social Media App.

Welche Vorteile bietet die Plattform Clubhouse?

Wie um TikTok entstand auch um die neue Social Media Plattform Clubhouse ein regelrechter Hype. Mit ihrer Audio-only-Ausrichtung verbindet sie gewissermaßen zwei Lieblinge der digitalen Welt: die schier endlose Begeisterung für soziale Netzwerke und die enorme Faszination für Podcasts, die durch die Isolation in der Pandemie noch weiterwuchs. Dazu gesellt sich hier der Reiz des Exklusiven, denn die audio-basierte App kann zwar im Apple-App-Store heruntergeladen, jedoch nur mit Einladung betreten werden. Hat man diese Hürde hinter sich gebracht, eröffnet sich eine ganz neue, reduziertere Form des Social Media. Clubhouse zielt nämlich ausschließlich auf ein gesellschaftliches Thema ab, das auf so mancher anderen Social Media Plattform verloren gegangen ist: die Kommunikation. Die einzige andere Aktivität, die Sie auf Clubhouse ausüben können, ist das Zuhören. Dafür bietet es die Möglichkeit, persönlich mit wichtigen Vertretern der unterschiedlichsten Branchen oder Prominenten in Kontakt zu treten. Die breite Bevölkerung erreichen Sie dort derzeit aber noch nicht.

Wie funktioniert Marketing auf Clubhouse?

Clubhouse ist im Grunde eine Art digitales Haus mit vielen Räumen, in denen themenspezifische Konversationen und Diskussionen stattfinden. Haben Sie den Hausschlüssel, können Sie alle Räume betreten und an den Gesprächen teilnehmen. Allerdings nur als Privatperson und nicht als Unternehmen. All das macht das Marketing auf der Plattform etwas kniffliger – besonders auch, da sich die App momentan in der Beta-Version befindet und noch keine klaren Richtlinien besitzt. Dafür haben Early Adopter die Möglichkeit, sich in einer noch überschaubaren Session-Auswahl zu etablieren.

Als Marketer können Sie etwa private „Räume“ eröffnen. Wollen Sie keine eigene Gesprächsrunde starten, gibt es auch die Möglichkeit durch ein interessantes Profil in einer fremden Session als Speaker auftreten zu dürfen und so Bekanntheit zu erlangen. Wenngleich die App eine spannende neue Möglichkeit für strategisches Content Marketing darstellt, ist sie aber auch sehr zeitaufwändig und noch nicht ganz ausgereift. An einer Android-Variante wird gerade gearbeitet, die innoffizielle Open-Source-App „Houseclub“ können Sie aber schon jetzt downloaden.

 

Bildquelle: Farknot Architekt - stock.adobe.com
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